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Kurzbeschreibung

Ziel des MINT-Mädchen-Projekts ist es, Schülerinnen für ein MINT-Studium und für einen weiteren Weg in einen zukunftsträchtigen Beruf im MINT-Bereich mit Führungsverantwortung zu bestärken. Neben Maßnahmen, die für die teilnehmenden Mädchen durchgeführt werden, sind auch Eltern und Lehrkräfte als relevante Personengruppen einzubeziehen, die insbesondere für Mädchen in der Phase der Studienfachwahl eine relevante Rolle bei der Entscheidungsfindung spielen. Somit sind Maßnahmen für zwei Zielgruppen – einmal die Mädchen selbst und einmal ihre relevanten EinlfussakteurInnen – Bestandteil des genderdidaktischen Konzepts im vorliegenden Projekt, wobei die Maßnahmen für die Mädchen natürlich den Schwerpunkt bilden. Aus nachstehender Skizze gehen die Projekt-Bausteine in Zuordnung zur jeweiligen Zielgruppe hervor.

Die Projektbausteine

MINT-starke Mädchen werden an Schulen proaktiv angesprochen und für die Teilnahme gewonnen. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit Lehrkräften. Die Projektmitarbeiterin begleitet die teilnehmenden Mädchen während der gesamten Projektlaufzeit – ähnlich eines Mentorings. Sie führt mehrere individuelle Entwicklungsgespräche mit den Mädchen, um die persönlichen Ziele für den Studien- und Berufsverlauf gemeinsam herauszuarbeiten und über Strategien und Optionen zu beraten, um diese Ziele zu erreichen. Sie begleitet die fachlichen Maßnahmen, leitet teilweise die Gendercoaching-Workshops und initiiert somit Maßnahmenbezogene Reflexionsgespräche in der Gruppe.

Das MINT-Coaching besteht aus zwei Kernelementen: dem Gendercoaching (Empowerment) und der MINT-Akademie.

Beim Gendercoaching geht es um die Sensibilisierung gegenüber geschlechtstypischen Rollen- und Verhaltensmustern mit einem Fokus auf die Naturwissenschaften und der Stärkung des Selbstvertrauens junger Frauen für den „männerdominierten“ MINT-Bereich. Hierfür werden Workshops mit Reflexionsgesprächen und Diskussionsrunden durchgeführt, in denen die MINT-Mädchen erfahren, dass den Geschlechtern zugeschriebene Eigenschaften sozial konstruiert sind und in denen ihnen anschaulich vermittelt wird, mit welchen festgeschriebenen Rollenklischees sie tagtäglich konfrontiert sind. Begleitet werden können die Workshops durch Treffen mit Frauen in Führungspositionen aus technischen Unternehmen und mit Studentinnen aus den Ingenieurstudiengängen, damit die Mädchen anhand von Role-Models erfahren, wie vielfältig die „Rolle Frau“ ausgefüllt werden kann.

Die MINT-Akademie besteht aus den drei Säulen MINT-Lernen, MINT-Forschen und MINT-Machen. Die Säule I beinhaltet ein Angebot von Tutorien zu den MINT-Schulfächern zur Unterstützung der teilnehmenden Mädchen für einen erfolgreichen Schulabschluss. Die Säule II, MINT-Forschen, umfasst mehrere Forschungsworkshops, in denen die MINT-Mädchen Einblicke in hochaktuelle MINT-Forschungsfelder an der Hochschule gewinnen und in den Hochschullaboren Forschung hautnah erleben. Unter MINT-Machen ist eine Somme-School zu verstehen, die am Ende des Projektdurchgangs durchgeführt wird. Hier steht die Vermittlung relevanter Softskills zur Übernahme von Führungsverantwortung und zur Transformation der Gesellschaft im Fokus, etwa Frauenführungskompetenz, Innovationsmanagement, Kreativitätstechniken.  

Die MINT-Akademie gliederte sich in drei Teilbereiche:

  • MINT-Lernen

In Tutorien zu den MINT-Schulfächern Mathematik, Chemie, Physik und Informatik erhielten die Schülerinnen eine kostenfreie Schulaufgaben- und Prüfungsvorbereitung. Dies ermöglichte ihnen, sich mit Hilfe von Studierenden der OTH Amberg-Weiden optimal auf die MINT-Fächer vorzubereiten und Wissen zu vertiefen.

  • MINT-Forschen

In Forschungsworkshops erhielten die Teilnehmerinnen einen Einblick in hochaktuelle MINT-Forschungsfelder wie zum Beispiel Mensch-Maschine-Interaktion, hochautomatisiertes Fahren, Digitalisierung 4.0 oder Hybrid-Operationen. Diese fanden sowohl in den Forschungslaboren der OTH Amberg-Weiden als auch extern statt.

Beim MINT-Forschen wurden die Mädchen zu Wissenschaftlerinnen für einen Tag und konnten herausfinden, ob das jeweilige Gebiet ein mögliches Berufsfeld für sie würde darstellen können.

Insgesamt konnte an vier Forschungsworkshops teilgenommen werden.

  • MINT-Machen

Beim MINT-Machen stand die Kompetenzerweiterung im Hinblick auf eine spätere berufliche Laufbahn im Vordergrund. Im Rahmen einer Summer School konnten die Mädchen bestimmte Techniken erlernen, die für einen gesellschaftlichen Wandel notwendig sind. Inhaltlich geht es beispielsweise um Digitale Kompetenzen, Kreativitätstechniken, Grundlagen des Innovations- und Change-Managements und Frauenführungskompetenzen.

Die Summer School fand in beiden Projektdurchgängen jeweils zur 1. Woche der bayerischen Sommerferien statt.

Impressionen von bereits stattgefundenen Angeboten

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